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Anleitung

Alte Pfanne oder Topf entsorgen: So geht es richtig

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Irgendwann hat jede Pfanne ausgedient: Die Beschichtung ist verschlissen, der Boden verzogen oder der Griff gebrochen. Dann stellt sich die Frage, wohin damit. Die Antwort ist nicht überall dieselbe, denn die Entsorgung von Haushaltswaren ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommunal geregelt. Diese Seite gibt die allgemeinen Grundsätze wieder und zeigt Alternativen zum Wegwerfen.

Nicht in die Gelbe Tonne

Pfannen und Töpfe sind keine Verpackungen. Die Gelbe Tonne oder der Gelbe Sack ist für Verpackungsmüll gedacht. Reiner Metallschrott gehört dort meistens nicht hinein, auch wenn es sich um Metall handelt. In manchen Regionen gibt es eine Wertstofftonne, die auch sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen aufnimmt. Das ist regional verschieden.

Fragen Sie bei der Abfallberatung Ihrer Stadt oder auf deren Website nach. Dort steht, wo Küchenutensilien aus Metall hingehören.

Wertstoffhof und Altmetall

Am sichersten ist der Wertstoffhof oder Recyclinghof. Dort gibt es in der Regel einen Container für Altmetall. Pfannen und Töpfe aus Edelstahl, Aluminium oder Eisen werden so dem Recycling zugeführt. Beschichtungen stören dabei meist nicht, weil die Schmelzprozesse sie verarbeiten.

Entfernen Sie Kunststoffgriffe und Glasdeckel, wenn das ohne Aufwand möglich ist, und geben Sie sie getrennt ab. Glasdeckel gehören nicht in den Altglascontainer, weil sie anders zusammengesetzt sind als Flaschenglas.

Beschichtete Pfannen

Auch beschichtete Pfannen sind in der Regel Metallpfannen mit einer dünnen Schicht und werden ebenso am Wertstoffhof angenommen. Sie müssen die Beschichtung nicht entfernen. Eine gesonderte Gefahrenstoffentsorgung ist üblicherweise nicht vorgesehen. Prüfen Sie im Zweifel die Regeln Ihres Entsorgers.

Verbrennen Sie Pfannen nicht selbst und werfen Sie sie nicht ins Feuer, weil dabei unkontrolliert Rauch entsteht.

Weitergeben statt wegwerfen

Funktioniert die Pfanne noch, lohnt sich oft die Weitergabe. Verschenken Sie sie an Bekannte, bieten Sie sie in Tauschgruppen oder Kleinanzeigen an oder bringen Sie sie zu Sozialkaufhäusern. Besonders Eisenpfannen und Edelstahltöpfe sind langlebig und finden Abnehmer.

Pfannen mit beschädigter Beschichtung sollten Sie nicht mehr weitergeben. Gusseisen können Sie nach dem Entrosten weiterverwenden, siehe Gusseisenpfanne entrosten.

Rücknahme beim Händler

Der Handel ist für Töpfe und Pfannen nicht zur Rücknahme verpflichtet, weil es sich nicht um Elektro- oder Batterieabfälle handelt. Einzelne Händler oder Hersteller bieten freiwillig Aktionen an, bei denen sie alte Töpfe gegen einen Rabatt zurücknehmen. Das ist eine Ausnahme und hängt vom Anbieter ab.

Elektrische Kochgeräte wie ein Elektro-Schnellkochtopf zählen dagegen zu Elektroaltgeräten und dürfen nicht in den Hausmüll. Sie gehören zum Wertstoffhof oder zur Rücknahme des Händlers.

Hinweis:Elektrische Geräte mit Heizelement und Kabel gehören zum Elektroschrott, nicht zum normalen Metallschrott.

Ersatz planen

Wenn Sie ohnehin einen Neukauf planen, sollten Sie überlegen, welche Anforderungen die neue Pfanne erfüllen muss. Der Ratgeber Edelstahlpfannen zeigt langlebige Modelle. Wer die Auswahl zwischen den Materialien sucht, findet Orientierung in Pfannenmaterial im Überblick.

Haltbarkeit hat auch einen ökologischen Aspekt: Eine Pfanne, die lange hält und pflegbar ist, verursacht weniger Abfall als häufig getauschte Billigmodelle.

Edelstahlpfannen ansehen →

Was Sie vor dem Wegbringen tun können

Leeren Sie die Pfanne und wischen Sie Fettreste mit Küchenpapier aus. Das Papier gehört in den Restmüll. Eine grobe Reinigung genügt, die Pfanne muss nicht glänzen. Lassen Sie sie abkühlen, wenn Sie sie gerade benutzt haben.

Entfernen Sie lose Teile wie Glasdeckel, Silikonringe oder Holzgriffe, soweit dies ohne Werkzeug möglich ist. Viele Wertstoffhöfe nehmen komplette Pfannen an. Lose Schrauben und Kleinteile legen Sie in die Pfanne, damit nichts verloren geht.

Länderunterschiede in Österreich und der Schweiz

In Österreich gibt es je nach Bundesland Altstoffsammelzentren, in denen Metall angenommen wird. In der Schweiz sammeln viele Gemeinden Altmetall an Sammelstellen oder bei Abholterminen. Detaillierte Regeln legen die Gemeinden selbst fest.

Ein Anruf bei der Gemeinde oder ein Blick auf die Abfall-App klärt die Frage in wenigen Minuten. Verlassen Sie sich nicht auf Hinweise aus anderen Regionen, denn die Tonnen und Container sind nicht überall gleich belegt.

Woran Sie erkennen, dass es Zeit ist

Eine Pfanne sollte ersetzt werden, wenn der Boden verzogen ist und nicht mehr flach auf dem Herd liegt, wenn der Griff nicht mehr sicher hält oder die Beschichtung großflächig abblättert. Auch ein stark verbeulter oder durchgebrannter Boden spricht dafür. Kleine optische Mängel sind dagegen selten ein Grund.

Verzogene Böden werden besonders auf Induktion lästig, weil die Pfanne wackelt und Geräusche macht. Warum das passiert, erklärt Pfannenboden wölbt sich. Prüfen Sie vor der Entsorgung, ob eine Reparatur sinnvoll ist.

Häufige Fragen

Darf ich Pfannen in den Restmüll werfen? In manchen Kommunen ja, in anderen nicht. Fragen Sie vor Ort nach.

Muss ich die Beschichtung entfernen? Nein, das ist nicht üblich und nicht nötig.

Wohin mit einem Schnellkochtopf ohne Elektrik? Er gehört zum Altmetall, Gummidichtungen können Sie im Restmüll entsorgen.

Kann ich Töpfe spenden? Funktionstüchtige Töpfe nehmen viele Sozialkaufhäuser und Kleiderkammern an. Fragen Sie vorher kurz nach.

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